1272: Burg Neu-Eberstein wird erstmals urkundlich erwähnt (in novo castro Eberstein). Die alte Stammburg (über Ebersteinburg) wird nun Alteberstein genannt.
1283: Alteberstein kommt an Rudolf von Baden, der mit Kunigunde von Eberstein verheiratet ist.
Bis 1300: Durch ungünstige Erbteilungen und politische Zufälle schwinden Macht und Besitz der Ebersteiner. Die Markgrafen von Baden und die Grafen von Württemberg werden zu übermächtigen Konkurrenten.
1367: Burg Neu-Eberstein wird von Graf Eberhard von Württemberg belagert. Graf Wolf (oder Wolfram) von Eberstein hatte Graf Eberhard im Wildbad (heute Bad Wildbad) überfallen, um den gefährlichen Gegner Württemberg entscheidend zu schwächen. Graf Eberhard entkam und sann auf Rache. Die Belagerung wurde wegen politischer Unstimmigkeiten aber bald abgebrochen. Graf Wolf führte danach noch 15 Jahre lang vergeblich Krieg gegen Württemberg.
1387: Graf Wolf verkauft wegen enormer Schulden die ihm zustehende Hälfte der Grafschaft Eberstein und die Hälfte der Burg Neu-Eberstein an den Markgrafen von Baden.
1556: Graf Wilhelm IV. von Eberstein führt die Reformation ein. Es kommt mehrfach zu Streitigkeiten um die Religion. Eine Linie der Grafen bleibt katholisch.
1587: Neu-Eberstein wird von den evangelischen Ebersteinern im Handstreich besetzt. Die Besatzer müssen allerdings aufgeben. Die evangelische Partei gerät für Jahre ins Hintertreffen.
1580: Die ältere Linie der Ebersteiner hat keine männlichen Nachkommen mehr. Die Töchter des Reformators Wilhelms IV. heiraten die katholischen Grafen von Gronsfeld und von Wolkenstein. Die Regierung geht auf die jüngere, evangelische Linie über. Dagegen klagen Gronsfeld und Wolkenstein. Der Prozess dauert Jahrzehnte lang. Im Dreißigjährigen Krieg verlieren die Ebersteiner viele Gebiete an Gronsfeld und Wolkenstein.
1660: Die Ebersteiner sterben im Mannesstamm aus. Über die weibliche Linie existieren noch heute direkte Nachfahren (Barone von der Ropp).